Es gibt Momente im Kino, in denen man vergisst zu atmen. Oppenheimer ist drei Stunden davon.
Die Last des Wissens
Was Nolan gelingt, ist das Unmögliche: Er macht das Abstrakte spürbar. Die Entscheidung, eine Waffe zu bauen, die alles verändern wird – und die Unfähigkeit, die Konsequenzen wirklich zu begreifen.
Cillian Murphy spielt Oppenheimer nicht. Er ist Oppenheimer. Diese Mischung aus Brillanz, Eitelkeit, Naivität und schliesslich zerbrochener Gewissheit ist eine der grossen Schauspielleistungen des Jahrzehnts.
Kino als moralische Frage
Oppenheimer fragt nicht, ob die Bombe richtig oder falsch war. Er fragt: Was macht es mit einem Menschen, wenn er weiss, was er getan hat? Und er lässt uns mit dieser Frage allein.