Succession und das Ende der Unschuld
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Succession und das Ende der Unschuld

Was die Serie über Macht, Familie und das Versagen moralischer Instanzen lehrt – und warum sie uns so trifft.

5. April 2026Oliver's Magazin

Selten hat eine Serie so präzise seziert, was Macht mit Menschen macht. Succession ist kein Unterhaltungsprogramm. Es ist eine Diagnose.

Die Roy-Familie als Spiegel der Gegenwart

Logan Roy ist kein Bösewicht. Er ist ein System. Ein System, das seine Kinder geformt, verformt und letztlich zerstört hat – und das sich selbst dabei für vollkommen rational hält.

Macht korrumpiert nicht. Sie enthüllt.

Was die Serie so unerträglich schön macht, ist ihre Weigerung, uns Erlösung anzubieten. Es gibt keine Helden. Es gibt nur Menschen, die in einem Rahmen gefangen sind, den sie selbst mitgebaut haben.

Warum wir nicht aufhören können zuzuschauen

Wir schauen nicht wegen der Handlung. Wir schauen, weil wir uns erkennen. In der Feigheit von Kendall. In der Kälte von Shiv. In der verzweifelten Suche nach Anerkennung, die uns alle antreibt.